Hinterem Horn

«Hinterem Horn», eine Flurbezeichnung im Landwirtschaftsareal von Bellechasse, in den Gemeinden Bas-Vully und Galmiz, gibt dem grössten je vom Biotopverbund realisierten Projekt den Namen. Auf einer zusammen-hängenden Fläche von über 17 ha, im Bereich einer alten Aareschlaufe, sollen im Jahr 2010 vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen. Dazu wird in der natürlichen Senke der zu nährstoffreiche Oberboden abgetragen, die Flächen werden mit unterschiedlichem Saatgut neu angesät und punktuell Hecken, Einzelbüsche und weitere Strukturelemente angelegt, sowie landwirtschaftliche Infrastrukturen angepasst.


In den letzen 15 Jahren ist im Grossen Moos eine eindrückliche ökologische Vernetzung entstanden, deren Elemente grösstenteils aus schmalen Streifen bestehen. Wie die Schweizerische Vogelwarte bestätigt, handelt es sich beim Projekt «Hinterem Horn» um die einmalige Gelegenheit zusätzlich ein grösseres Gebiet zu renaturieren und damit einen Kernraum für viele Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.


Die Fläche «Hinterem Horn» wird, wie die meisten neu geschaffenen Naturflächen im Grossen Moos, Bestandteil des gesetzlich festgelegten ökologischen Ausgleichs eines Landwirtschaftsbetriebes sein.
Die Stiftung Biotopverbund und weitere Projektträger bemühen sich, Naturflächen möglichst auf für die Landwirtschaft weniger geeigneten Flächen anzulegen, längs Entwässerungsgräben, in Bodensenken, auf Problemböden.
 



Die Stiftung bemüht sich, Massnahmen in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft zu planen, dazu gehört etwa auch die Sicherstellung der Funktion der Entwässerungsanlagen. Die Verwirklichung der Naturfläche «Hinterem Horn» im UNO-Jahr der Biodiversität 2010 ist eine ganz besondere Herausforderung. Sie gibt uns die Gelegenheit, auf einer für das schweizerische Mittelland sehr grossen Fläche, Gegensteuer zum Rückgang der Artenvielfalt zu geben.


Image2Renaturierung "Hinterem Horn", Anstalten Bellechasse, Schlussbericht