Die Mooshütten wurden früher errichtet, damit die Bauern ihre Werkzeuge, Geräte und Maschinen unterstellen konnten. Sie dienten auch als Unterstände für Mensch und Tier, wenn es regnete oder als Schattenspender an heissen Tagen, um die Mahlzeiten einzunehmen. Heute haben sie diese Bedeutung verloren, da die Motorisierung erlaubt, zum Essen nach Hause zu fahren, ohne allzu viel Zeit zu verlieren. Die Mooshütten erfüllen heute eine neue wichtige Funktion als Trittsteine im Zusammenhang mit der Vernetzung wichtiger Lebensräume. Dank der Bauern, die sich bereit erklärten, in ihren Scheunen und Mooshütten Nistkästen installieren zu lassen, konnte sich auch der Bestand an Schleiereulen und Turmfalken im Grossen Moos halten. Damit die jungen Vögel auch wieder Reviere besetzen können, braucht es ein grosses Angebot an Nistmöglichkeiten. Die Vögel vertilgen eine grosse Menge von Nagetieren, vor allem Feldmäuse.
Eine Schleiereulenfamilie frisst im Tag durchschnittlich 20 Mäuse. Auch im Winter, wenn das Land von Schnee bedeckt ist, können die Schleiereulen in den Hütten und Scheunen nach Mäusen jagen.
Auf dem Gebiet der BVK- Ried/Murten konnten dank der Unterstützung durch den Biotopverbund insgesamt 8 Mooshütten instandgestellt und damit z.T. vor dem Verfall bewahrt werden.